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Mikrodermabrasion - was ist das?




Was versteht man unter Mikrodermabrasion?

Selten sind wir rundum mit unserem äußeren Erscheinungsbild zufrieden. Insbesondere auf die Gesichtshaut wird großes Augenmerk gelegt. Die Mikrodermabrasion als mechanische Peelingmethode hilft dabei ganz ohne Chemie, das Hautbild deutlich zu verschönern.

Was ist Mikrodermabrasion?

Der Begriff stammt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt so viel wie „kleines Abschleifen der Haut“. Womit bereits einiges gesagt ist. Durch eine Art Sandstrahlverfahren werden die oberen Hautschichten abgetragen. Nach einigen Behandlungen werden die Effekte sichtbar:

  • die Poren sind deutlich feiner
  • die Haut wird fester und elastischer
  • die Faltentiefe verringert sich enorm

Des Weiteren ist die Haut nach den Behandlungen besser in der Lage Wirkstoffe aufzunehmen und die Produktion von hauteigenem Collagen sowieso Elastin wird angeregt.

Die Mikrodermabrasion sorgt neben dem Abtragen abgestorbener Hautzellen dafür, dass der Lymphfluss angeregt wird. Zunächst erfolgt eine Hautanalyse durch den Arzt bzw. die Kosmetikerin.

Außerdem wird die Hauterneuerung aktiviert und eine gesunde Hornschicht gebildet. Zur Vorbereitung auf die nachfolgende Behandlung erfolgt erst eine sanfte Reinigung, danach eine Intensivreinigung und Entfettung der Haut.

Bei der anschließenden Mikrodermabrasion werden feine Kristalle (Sand, Salz, Aluminiumoxid) mit hohem Druck auf die Haut gestrahlt und mittels Vakuum wieder abgesaugt.

Mit diesem Verfahren ist das Abschleifen der Hautoberfläche regulierbar. Es entstehen bei fachmännischer Durchführung keine gravierenden Verletzungen oder gar Blutungen.


 

Wie das Verfahren entstanden ist

Bereits in den 50iger Jahren wurden diverse Möglichkeiten zur Abtragung von Hautschichten durch Hautärzte und Chirurgen genutzt. Auch die operative Makrodermabrasion zur Behandlung größerer Probleme unter Betäubung kam und kommt immer noch zum Einsatz.

Dieses Verfahren ist jedoch mit größeren Nebenwirkungen verbunden.

Mitte der 80iger Jahre wurde die Mikrodermabrasion von italienischen Ärzten erfunden und seitdem technologisch weiterentwickelt, sodass ein mechanisches Peelingverfahren ohne gravierende Nebenwirkungen entstanden ist.

 

Welche Hautprobleme mit der Mikrodermabrasion behandelt werden können

In erster Linie hilft das Abtragen der obersten Hautschichten bei unreiner und zu Akne neigender Haut. Auch großporiger Haut kommt die Mikrodermabrasion zugute.

Als Anti-Aging-Verfahren, um das Hautbild zu straffen und die Faltentiefe zu verringern, ist die Mikrodermabrasion bestens geeignet. Eine Behandlung des kompletten Körpers ist möglich, sodass störende Narben, Schwangerschaftsstreifen und Verhornungen deutlich gemildert werden können. Das Verfahren eignet sich auch, um Pigmentflecken zu entfernen.

Bei Neurodermitis oder Rosacea wird von einer Behandlung abgeraten, da sich die Krankheitssymptome eher verschlechtern.

 

Welche Varianten gibt es?

Das Verfahren der Mikrodermabrasion ist weltweit verbreitet, und es wird überall in der Welt praktiziert. Mit Zuckerkristallen, Tonerde, Kaffeesatz, Schmirgelpapier etc. werden Hautschichten abgetragen.

Beim konventionellen Verfahren wird Aluminiumoxid eingesetzt. Wahlweise werden stattdessen Salzkristalle oder Bicarbonate teilweise auch ohne Vakuum verwendet.

Im Handel sind Geräte für den Hausgebrauch erhältlich. Es erfolgt eine Schleifung der Haut mit Schleifscheiben. Dabei lösen sich Hautschuppen, die über ein Vakuum abgesaugt werden.

Dieses Do-it-yourself-Verfahren wird Diamantschleifung genannt.

 

Welche Risiken und Nebenwirkungen bringt das Verfahren mit sich?

Bei den Nebenwirkungen handelt es sich in der Regel um reversible „Schäden“, die im Laufe der Hautregeneration wieder verschwinden.

Es können Blutergüsse und Aufschürfungen entstehen. Beim Kratzen an den den Schleifstellen sind Infektionen möglich, denn die behandelten Hautareale sind extrem durchlässig für Krankheitserreger.

Die behandelten Hautstellen sind zunächst sehr empfindlich gegenüber UV-Strahlen. Ein Zuviel an Sonnenlicht kann Pigmentstörungen hervorrufen, deswegen sollte Tage nach der Behandlung UV-Licht gemieden werden.

Bei Menschen mit Akne verschlechtert sich das Hautbild zunächst, da tiefer liegende Unreinheiten hervortreten. Das ist aber ein positives Zeichen. Meistens tritt danach eine deutliche Verbesserung der Haut ein.

Die Haut kann vorübergehend gerötet sein und Spannungsgefühle auftreten. Beruhigende Hautpflegemittel, die nach der Behandlung besonders gut aufgenommen werden, helfen der Haut sich zu regenerieren. Diese Symptome verschwinden jedoch schnell wieder.

Bei Menschen, die den Herpes- Virus in sich tragen, ist eine Reaktivierung des Virus durch die mechanische Reizung der Nerven möglich, sodass die unliebsamen Bläschen zum Vorschein kommen.

Wenn die Hautdurchgänge verschlossen werden, können sich Zysten bilden, die anschließend operativ entfernt werden müssen.

 

Was kostet eine Behandlung?

Die Höhe richtet sich danach, wie die Vor- und Nachbehandlung der behandelten Fläche aussieht.

Meist liegen die Kosten zwischen 80 und 150 Euro. Häufig werden Nachbehandlungen erforderlich. Eine erneute Behandlung ist erst nach völliger Regeneration der Haut empfehlenswert.

Maximal 1 bis 2 mal wöchentlich sollte eine Mikrodermabrasion erfolgen. Je nach Hauttyp und Ausprägung werden sechs bis zehn Durchgänge erforderlich.

Wer eine Mikrodermabrasion durchführen lassen möchte, sollte dies, wenn man sich nicht selber traut, auf jeden Fall von einem Fachmann machen lassen.

Ansonsten können schnell unerwünschte Nebenwirkungen auftreten, weil eventuell zuviel Haut abgetragen wurde und sich Blutungen oder gar Narben bilden.

Bei zu geringer Behandlungstiefe kann es vorkommen, dass nicht das gewünschte Ergebnis erzielt wird.

 

Fazit:

Wer eine Mikrodermabrasion von geschulten Personen durchführen lässt, kann sich nach einigen Behandlungen über eine „verjüngte“ Haut freuen. Die Behandlung kommt dabei ganz ohne Chemie aus und hat kaum Nebenwirkungen.

Wer es sich zutraut, kann natürlich auch auf die im Handel erhältlichen Geräte zurückgreifen. Die gibt es bereits für Preise unter 100 Euro bei Amazon und Co.